Workshops

In unseren Workshops lernt ihr eure demokratischen Grundrechte kennen und setzt euch filmisch mit diesen auseinander!

Drei Workshop-Module

Es gibt drei unterschiedliche Workshop-Module bei KLAPPE AUF!, die aufeinander aufbauen: Im Demokratie- und Kinderrechte-Workshop regen wir Kinder dazu an, sich mit ihren Rechten und Bedürfnissen auseinanderzusetzen. In einer gemeinsamen Diskussion entscheiden die Kinder, welches Kinderrecht ihnen so wichtig ist, dass sie einen eigenen Film dazu drehen wollen – dieser wird dann in den Drehbuch- und Filmworkshops produziert.

Nach der Präsentation des Films beim Kinderrechte-Filmfestival im Kino auf der großen Leinwand wird er auf YouTube veröffentlicht. So erleben die Kinder, dass auch sie die Möglichkeit haben, mit ihren Anliegen wahrgenommen zu werden. Wie man mit den Reaktionen auf die Filme in den sozialen Medien umgehen kann, erarbeiten sich die Kinder bei den Internet-Ritter*innen-Workshops: hier entwickeln sie positive Gegenstrategien zu Cybermobbing und Hatespeech und wenden diese direkt an.

Ablauf

  1. Kinderrechte-Workshop über vier Schulstunden
  2. Drei Projekttage mit einem unserer Filmcoaches
  3. Kinopremiere beim Kinderrechte Filmfestival
  4. Internetritterworkshop über 2 Tage

Kinderrechte-Workshop

Der Kinderrechte-Workshop legt den Grundstein für die Filmproduktion: Die Kinder treffen eine*n Kinderrechts-Expert*in und setzten sich mit ihren Rechten auseinander. Worauf sollten Kinder einen Anspruch haben? Was ist „nur“ein persönlicher Wunsch, was ist tatsächlich ein universelles Recht? Was können Kinder tun, wenn ihre Rechte ignoriert werden?

Jede*r Teilnehmer*in erhält hier die Gelegheit, sich als eigene Persönlichkeit einzubringen – alle Stimmen werden gehört. So werden die Teilnehmer*innen ermächtigt, ein eigenes Anliegen zu formulieren und nach außen zu tragen. Der Workshop schließt mit einer konsensorientierten Entscheidungsfindung:

Gemeinsam bestimmen die Kinder, welches Kinderrecht ihnen so wichtig ist, dass sie darauf besonders aufmerksam machen wollen!

Drehbuch- und Filmworkshop

Projekttag: Ideenfindung & Drehbuch

​Wenn die Kinder dann das erste Mal ihre*n Filmcoach*in treffen, steht die Ideenfindung im Vordergrund. Was macht eigentlich ein gutes Drehbuch aus? Wie ist eine Geschichte aufgebaut? Aus den unterschiedlichen Einfällen und Vorschlägen entwickelt die Klasse mit Unterstützung des Filmcoachs einen Plot und eine Szenenfolge.

Projekttag: Drehvorbereitung

Die Drehvorbereitungen beginnen damit, dass der Filmcoach noch einmal mit den Kindern den Plot bespricht und gemeinsam überarbeitet. Anschließend lernen die Kinder die unterschiedlichen Rollen und Aufgaben am Set kennen.

Es werden die Drehorte bestimmt, Requisiten gebastelt und die Rollen verteilt. Wenn es gut läuft, werden beim Ausprobieren der Technik schon die ersten, kleineren Szenen abgedreht. Nach dem zweiten Projekttag sind oft noch ein paar Dinge zu erledigen: Text lernen, Absprachen für einzelne Drehorte treffen oder die Kostüme organisieren.

Projekttag: Filmdreh

Am Drehtag werden die Planungen dann umgesetzt. Der*die Filmcoach*in arbeitet an diesem Tag mit dem jeweiligen Filmteam und den in der jeweiligen Szene auftretenden Kindern. Die übrigen Schüler*innen bleiben mit der Lehrkraft im Klassenzimmer und haben nun noch Zeit, Bilder und Figuren für bestimmte Szenen zu malen oder Dialogtexte zu proben, bis sie selber an der Reihe sind.

​Nach Abschluss der Dreharbeiten schneidet der*die Filmcoach*in den Film aus dem gedrehten Material zusammen und zeigt seine Fassung den Kindern. Wenn die Klasse zufrieden ist, gibt sie ihren Film zur Veröffentlichung frei. Bei der Kinopremieren auf dem Kinderrechte-Filmfestival stellen die Kinder ihren Film einem großen Publikum vor. Anschließend wird der Film auf dem Youtube-Kanal veröffentlicht.

Die Internet-Ritter*innen

Wir finden, dass politische Bildungsarbeit mit der Premiere der Filme im Kino nicht endet, sondern mit der Veröffentlichung auf YouTube erst richtig anfängt!

Die Filme des Kinderrechte-Filmfestivals werden auf dem YouTube-Kanal von kijufi von einer fünfstellige Zahl von Besucher*innen angeschaut. Einzelne Filme werden sogar weit über eine Million Mal geklickt und in teilweise mehreren hundert Kommentaren diskutiert.

Die Filme von Kindern für Kinder bekommen auf YouTube viel positive Resonanz. Aber auch böse Kommentare von Trolls und Hatern sind dabei. Und jetzt kommen die Internet-Ritter*innen!

Projekttag: Cybermobbing und Hate Speech kennenlernen

Am ersten Projekttag werden die Schüler*innen für Cybermobbing, Hate Speech und ihre eigene Selbstdarstellung im Netz sensibilisiert. Sie lernen die Muster von Hate Speech und Cybermobbing kennen und entwickeln erste Ideen zu möglichen Handlungsoptionen.

Projekttag: Vereint im Kampf für ein faires Netz!

Am zweiten Workshoptag arbeiten wir in einem geschützten Raum mit den „echten“ Kommentaren, die zu dem Film der Schüler*innen veröffentlicht wurden: wir thematisieren problematischen Beiträge und überlegen gemeinsam, wie wir mit diesen umgehen können.

Die Schüler*innen formulieren konkrete Antworten zu den Kommentaren, die anschließend auf unserem YouTube-Kanal veröffentlicht werden. So erleben die Teilnehmer*innen ihre Selbstwirksamkeit und entwickeln Resilienz gegen verletzende Kommentare. Am Ende des Tages werden alle Schüler*innen zu Internet-Ritter*innen geschlagen.

Erfahrt hier mehr über das Projektmodul

2019 führt die Friedrich-Ebert-Stiftung das Projekt „Die Internet-Ritter“ in Zusammenarbeit mit kijufi an 10 Berliner Grundschulen durch.