Kulisse & Co.

Übersehenes Design

Oft fällt dem Publikum gar nicht wirklich auf, was für eine Arbeit in einem Film steckt. Schließlich muss ja alles, was vor der Kamera zu sehen ist, auch irgendwie da hin kommen. Was gehört zu der sogenannten Ausstattung eines Films dazu?

Kapitelübersicht

Um die Welt eines Films wirklich zum Leben zu erwecken, kommt es auch auf die folgenden drei Fachbereiche an:

1) Kulisse

2) Kostüm

2) Maske

1) Kulisse

Ein professionelles Szenenbild im Filmtudio. CC BY 2.0 von Rance Costa auf flickr.com
Eine ausgefallene Kulisse im Film "Punkt. Aus. Ende!?" vom Kinderrechte-Filmfestival 2013

Das ganze Drumherum

Ob römische Therme, australischer Urwald oder schnödes Klassenzimmer: der Ort, an dem ein Film gedreht wird, heißt Kulisse.

Die Gestaltung dieses Drehorts nennt sich Szenenbild.

Szenenbildner*innen suchen Motive (ein anderes Wort für Drehort) oder bauen sie im Studio gleich selbst.

Leckere Requisiten tragen zur Szene einer Geburtstagsfeier bei (Film: "Wahrheit per Post", Kinderrechte-Filmfestival 2019)
Eine kuschelige Requisite (Film: "Der Neue", Kinderrechte-Filmfestival 2019)

Tausend Dinge

Damit die Drehorte nicht ganz leer sind, müssen sie mit tausenden von Dingen gefüllt werden.

Hierfür arbeiten Szenenbildner*innen mit den sogenannten Requisiteur*innen zusammen.

Requisiteur*innen beschaffen… Requisiten. Das sind sämtliche Gegenstände, die nötig sind, um einen Drehort zu befüllen und die Geschichte zu erzählen.

Dazu gehören auch Spielgegenstände, die Schauspieler*innen in der Hand halten, wie Zauberstäbe, Plastikflaschen oder Teddybären.

2) Kostüm

Prinzesinnen-Kostüm aus dem Film "Ella und Ron" vom Kinderrechte-Filmfestival 2016
Ein alltäglicheres Kostümbild aus "Wahrheit oder Pflicht" vom Kinderrechte-Filmfestival 2018

Cooles Outfit!

Für das Entwerfen, Schneidern oder Mieten von Kostümen sind Kostümbildner*innen zuständig.

Egal, ob es sich dabei um ausgefallene Ballkleider oder alltägliche Straßenklamotten handelt: alles, was Schauspieler vor der Kamera tragen, nennt sich Kostüm.

3) Maske

Auch das Schminken von Wunden zählt zu den Aufgaben der Maske

Tut gar nicht weh

Pferdezopf, Orkgesicht, Vampirbiss oder falsches Tattoo: alles, was Schauspieler*innen in ihrem Geicht oder auf der Haut tragen, wird Maske genannt und ist Werk der Maskenbildner*innen.

Es gibt sogar Maskenbildner*innen, die sich einzig und allein auf das Schminken von realistisch aussehenden Wunden spezialisert haben! So müssen sie die Schauspieler*innen nicht in echt vermöbeln.

Profitip

So sieht ein selbstgemachter Greenscreen aus

Der Greenscreen

Für Filme, die in Fantasiewelten spielen, werden heutzutage immer seltener echte Sets gebaut.

Stattdessen wird mit Greenscreens gearbeitet.

Schauspieler*innen werden dabei vor einer grünen Wand abgefilmt und danach wird der Hintergrund digital ausgetauscht.

Die Arbeit der Szenograf*innen geht damit nicht verloren. Sie verlagert sich nur immer mehr an den Computer, denn die Kulisse muss ja immer noch gestaltet werden.

Hier findest du eine Anleitung, wie du die Greenscreen-Technik selbst verwenden kannst:

Greenscreen selbstgemacht

Vielen Dank an den YouTube-Channel TutorialCenter für dieses Video!

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