Programm der Fachtagung

18.11.2019 Berlin | Friedrich-Ebert-Stiftung

11:00 – 11:05 

Wann und wo wir beteiligt werden. Videostatements und Forderungen von Kindern und Jugendlichen

11:05 – 11:20   

Begrüßung
Florian Dähne, Friedrich-Ebert-Stiftung
Jan Rooschüz, kijufi – Landesverband Kinder- und Jugendfilm Berlin e.V.

11:20 – 11:30  

Einblick in den aktuellen Kinderrechte-Report
Kurzgespräch mit Jonas Deitert, National Coalition Deutschland

11:30 – 12:00    

Top-down vs. Bottom-up: Wie kann Online-Partizipation zu mehr politischer Mitbestimmung von Jugendlichen führen?
Impulsvortrag
Yannick Haan, iRights.Lab

Obwohl die Jugend von heute politischer denn je ist, beteiligen sich immer weniger im politischen Prozess und bei Online-Beteiligungsverfahren. Doch warum eigentlich? Wir müssen endlich die politischen Angebote auf die Bedürfnisse, die Sprache und die Umgebung der Jugendlichen anpassen.

12:00 – 12:30   

Digitale Jugendbeteiligung – mehr als nur Online-Plattformen!
Impulsvortrag
Frank Segert, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung / jugend.beteiligen.jetzt

Das Wort „Online-Partizipation“ weckt bei vielen die Assoziation, da passiere „etwas im Internet“. Das Projekt jugend.beteiligen.jetzt spricht deshalb lieber von „digitaler Jugendbeteiligung“: Die Keynote soll aufzeigen, dass in Jugendbeteiligungsprozessen die Rolle von erwachsenen Begleitpersonen zentral ist und Online-Plattformen nur ein Instrument unter vielen sind – Games, klassische Medienarbeit und soziale Medien bergen große Potentiale für die Jugendbeteiligung.

12:30 – 13:30

Mittagessen

13:30 – 15:30

Workshops

1. Digitale Partizipation in der Schule: Das Beteiligungskonzept aula

Alexa Schaegner, aula

Das Beteiligungskonzept aula ermöglicht allen Schülerinnen und Schülern eine aktive Mitbestimmung am Schulalltag. Eine Online-Plattform organisiert und strukturiert den Beteiligungsprozess und macht diesen für alle transparent. Durch die didaktische Begleitung und feste Implementierung in die Schulstruktur fördert aula demokratische Praktiken und Kompetenzen. Aufgrund seiner Modularität ist aula jedoch auch außerhalb des Schulalltags einsetzbar. Sowohl die Software als auch das didaktische Begleitmaterial stehen als offene Bildungsressourcen zur Verfügung. Auf dem Workshop lernen die Teilnehmer*innen das Beteiligungskonzept kennen und können aula dabei auch selbst ausprobieren. Im Anschluss skizzieren die Teilnehmenden selbst mögliche Projekte.

2. Kinderrechte to Go: Partizipative Stadtentwicklung mit der App #stadtsache

Anne Lachmuth, #stadtsache

Kinder und Jugendliche erleben und nutzen Stadträume anders als Erwachsene. Das crossmediale Beteiligungswerkzeug #stadtsache macht ihre Erfahrungen und Ideen sichtbar und ermöglicht ihnen Mitsprache an der Stadtentwicklung auf Augenhöhe. Durch das bildgestützte Verfahren sind Schreibkenntnisse nicht zwingend erforderlich. So können auch jüngere Kinder oder Menschen, die nicht oder schlecht lesen können, teilhaben. Zudem entspricht eine App-gestützte Beteiligung der Lebenswirklichkeit Jugendlicher. Im Workshop probieren wir die App bei einem kleinen Spaziergang selbst aus und erkunden ihre Anwendungsmöglichkeiten am Beispiel unterschiedlicher Projekte.

3. Jugendbeteiligung mit OPIN – Welche Chancen bieten sich und wo besteht Qualifizierungsbedarf?

Eva Shepherd, nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung

Im Workshop wird die digitale Jugendbeteiligungsplattform OPIN vorgestellt. Die grundlegenden Funktionen der Plattform, Anwendungsmöglichkeiten, Best Practices und laufende Projekte werden beleuchtet. Dann geht es in die Praxis: Anhand von Beispiel-Simulationen können die Workshop-Teilnehmer*innen ein eigenes Projekt auf OPIN anlegen. Dabei zeigt sich schnell, worauf es bei digitaler Beteiligung ankommt und welche Herausforderungen sich in der Projektplanung ergeben.  Für den interaktiven Teil  des Workshops stehen den Teilnehmer*innen Tablets zur Verfügung.

4. DIY Traumstadt: Partizipative Stadtentwicklung mit Minecraft

Jasper Swart, Medienetage – Medienkompetenzzentrum Treptow

Wie kann Partizipation spielerisch mit Hilfe des beliebten Computerspiels Minecraft ermöglicht werden? Die Teilnehmer*innen bauen ihren Kiez digital nach und gestalten diesen nach eigenen Ideen und Wünschen um: Ein Fluss durch den Park, ein Aussichtsturm auf dem Marktplatz oder ein Skatepark. So wird an den Interessen der Kinder und Jugendlichen angeknüpft und sie bringen ihre Vorschläge in die Stadtplanung mit ein. Während des Workshops wird das Projekt vorgestellt und im Anschluss selbst ausprobiert.

5. Projekte zur digitalen Jugendbeteiligung: Ein Überblick

Matthias Haist, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung / jugend.beteiligen.jetzt

Jugendliche haben ein Recht auf Beteiligung in politischen Prozessen. Eine zeitgemäße Jugendbeteiligung ist ohne den Einsatz digitaler Mittel kaum denkbar, ob in der Ansprache von Jugendlichen, in der Kommunikation im Rahmen von Prozessen oder dem Projektmanagement in Gruppen. Der Workshop stellt die Aktivitäten und Tools des Projekts jugend.beteiligen.jetzt vor und blickt auf Gute-Praxis-Projekte. Bitte bringen Sie möglichst ein eigenes digitales Endgerät (Smartphone, Tablet oder Laptop) mit, sodass Sie selbst Tools ausprobieren können.

15:30 – 16:00

Kaffeepause

16:00 – 16:30

Auswertung der Workshops

16:30 – 18:00

Podiumsdiskussion: Können digitale Tools zu mehr Mitbestimmung von Jugendlichen führen?

  • Yannick Hahn, iRights.Lab
  • Anne Lachmuth, #stadtsache
  • Sarah Gassenmann, #ichbinhier
  • Julian Kulasza, Medienzentrum Pankow / WeTeK Berlin gGmbH
  • Jette Nietzard, SV-Bildungswerk

Tagesmoderation

Teresa Sickert, Journalistin und Moderatorin